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Dekobild (ältere Dame am Tisch)
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Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde DGPPN und die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie (DGGPP) vergeben gemeinsam an ihre Mitglieder auf Antrag das Zertifikat "Gerontopsychiatrie".

In Anbetracht der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen Notwendigkeit einer stetig zunehmenden gerontopsychiatrischen Expertise für die psychiatrisch-psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung von alten und häufig multimorbiden Patienten soll die Vergabe des Zertifikats einen Beitrag zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität leisten.

Dem einzelnen Mitglied soll dies ermöglichen, sich über die Facharzt-Anerkennung hinaus eine besondere fachliche Kompetenz durch externe Überprüfung bestätigen zu lassen. Bei der Umsetzung des Zertifikates unterstützen sich die Fortbildungsakademie der DGPPN und die Deutsche Akademie für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie e.V.

Anforderungen:

Die Vergabe des Zertifikats ist an die folgenden Bedingungen geknüpft:

o Antragsteller müssen Mitglied der DGPPN und/oder der DGGPP sein.

o Antragsteller müssen über eine Facharztanerkennung in einem der untenstehenden Gebiete verfügen:

- Facharzt für Psychiatrie
- Facharzt für Neurologie und Psychiatrie bzw. Nervenheilkunde

o Nachweis der Weiter- und Fortbildung in Gerontopsychiatrie und zwar

- entweder eine mindestens einjährige hauptamtliche Tätigkeit auf einer im Behandlungsprofil ausgewiesenen gerontopsychiatrischen Station. (Während der Weiterbildungszeiten für die oben erwähnten Facharztbezeichnungen abgeleistete Tätigkeiten auf einer gerontopsychiatrischen Station sind anrechenbar)

- oder eine mindestens zweijährige regelmäßige Behandlung von gerontopsychiatrischen Patienten, davon mindestens ein Jahr nach dem Abschluss der Facharztweiterbildung

Die gerontopsychiatrische Behandlung soll im Rahmen einer Festanstellung, belegt durch Zeugnis des Chefarztes in einem Allgemein- oder Fachkrankenhauses oder einer Universitätsklinik geleistet werden. Gerontopsychiatrische Tätigkeiten in Alten- oder Pflegeheimen oder Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation können angerechnet werden. Über die Anrechenbarkeit anderer Settings kann im Einzelfall auf Antrag entschieden werden.

o Gefordert ist ein Nachweis theoretischer Kenntnisse über:

- Allgemeine Grundlagen der Gerontopsychiatrie (40 Stunden, gemäß Anlagen). Diese Kenntnisse können im Rahmen der Facharztweiterbildung erworben worden sein.

- Spezielle Grundlagen der Gerontopsychiatrie (60 Stunden, gemäß Anlagen). Hierfür können bis zu 20 Stunden Literaturstudium angerechnet werden.

o Weiterhin ein Nachweis der selbständigen gerontopsychiatrischen Befundung, Behandlung und Dokumentation von 150 Patienten, die in der Regel 65 Jahre oder älter waren (gemäß Anlagen).

o Antragsteller müssen nachweisen, dass sie die Gebühr für die Bearbeitung ihres Antrags in Höhe von 300 Euro auf folgendes Konto

Empfänger: DAGPP/DGPPN
Deutsche Apotheker- und Ärztebank Düsseldorf
IBAN: DE36 3006 0601 0107 3159 45
BIC: DAAEDEDDXXX

entrichtet haben. Ein Anspruch auf Rückerstattung bei begründeter Ablehnung des Antrags besteht nicht.

Antragsteller erhalten eine Bestätigung des Eingangs ihres Antrags und innerhalb von drei Monaten einen Bescheid. Der Zertifizierungsausschuss kann den Antrag annehmen oder ablehnen oder die Vorlage weiterer Nachweise fordern oder den Antragsteller zu einem kollegialen Fachgespräch über die Inhalte der Fortbildung in Gerontopsychiatrie einladen. Gegen die Ablehnung des Antrags kann Einspruch eingelegt werden. Gegen eine erneute Ablehnung des Antrags ist kein Einspruch möglich. Ein Rechtsanspruch auf Erteilung des Zertifikats besteht nicht.

-> Übergangsbestimmungen

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Hinweise zur Beantragung:

Der Antrag auf Erteilung des Zertifikats ist ausschließlich per E-Mail an eine der Geschäftsstellen zu richten.

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Ihren Antrag per E-Mail einzureichen, können Ihre Unterlagen bei der Geschäftsstelle entsprechend bearbeitet werden. Die Bearbeitungsgebühr beträgt € 50.

o Antragsformular

dem Antragsformular sind folgende Unterlagen, unbedingt als pdf-Files, beizufügen:

o Nachweis der Mitgliedschaft in der DGPPN und/oder DGGPP

o Approbationsurkunde

o Facharzt- Anerkennung

o Curriculum vitae

o Nachweis der mindestens einjährigen hauptamtlichen oder mindestens zweijährigen nebenamtlichen gerontopsychiatrischen Tätigkeit

- bei Chefärzten oder niedergelassenen Ärzten durch Selbsterklärung
- bei angestellten Ärzten in Form eines Zeugnisses des Chefarztes/Facharztes mit Weiterbildungsbefugnis.

Das Zeugnis (Anlage 3: Musterzeugnis) soll eine ausführliche Stellungnahme zur bzw. Beschreibung der fachlichen Eignung für die gerontopsychiatrische Tätigkeit enthalten. Außerdem muss ersichtlich sein, wie die gerontopsychiatrische Behandlung in der Struktur der Institution, an der die Fort- und Weiterbildung abgeleistet wurde (Klinik, Facharztpraxis etc.), verankert ist.

o Nachweis der geforderten Theoriestunden (chronologische Liste der Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, getrennt nach Allgemeiner und Spezieller Gerontopsychiatrie. Kopien der Teilnahmebescheinigungen sind in der entsprechenden Reihenfolge beizulegen)

- bei Chefärzten oder niedergelassenen Ärzten durch Selbsterklärung. (Bitte dazu Anlage 1 verwenden)
- bei angestellten Ärzten in Form eines Zeugnisses des Chefarztes/Facharztes mit Weiterbildungsbefugnis (Bitte dazu Anlage 2 verwenden).

o Nachweis der selbständigen gerontopsychiatrischen Befundung, Behandlung, und Dokumentation von 150 Patienten

- bei Chefärzten oder niedergelassenen Ärzten durch Selbsterklärung. (Bitte dazu Anlage 1 verwenden)
- bei angestellten Ärzten in Form eines Zeugnisses des Chefarztes/Facharztes mit Weiterbildungsbefugnis (Bitte dazu Anlage 2 verwenden).

Anlagen:

Anlage 1: Selbsterklärung für Chefärzte und niedergelassene Ärzte
Anlage 2: Erklärung für angestellte Ärzte (als Anlage zum Zeugnis)
Anlage 3: Musterzeugnis

o Nachweis der Bezahlung der Bearbeitungsgebühr

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Letzte Änderung am 18.08.2017 9:12
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