grafische Zierleiste
Dekobild (ältere Dame am Tisch)
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Welt-Alzheimertag 2016

Seit 1994 findet jeweils am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, der von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International mit Unterstützung der WHO initiiert wurde, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen zu richten.

Die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., die Hirnliga e.V. und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. haben eine gemeinsame Pressekonferenz "Jung und Alt bewegen Demenz" durchgeführt. Hier ist die -> Pressemitteilung

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Die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. (DGGPP) besteht als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft seit 1992. Neben Ärzten und Psychologen sind auch Sozialarbeiter und Alten- und Krankenpfleger Mitglieder in der DGGPP.
Seit ihrer Gründung engagiert sich die DGGPP dafür, die medizinische und pflegerische Versorgung psychisch kranker Älterer und insbesondere Demenzkranker und ihrer Angehörigen zu verbessern.
Als medizinische Fachgesellschaft ist sie in vielen Projekten engagiert, u. a. in der Allianz für Menschen mit Demenz der Bundesregierung und der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen und bei der Entwicklung von Leitlinien.

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Alten- und Krankenpflegeberufe erhalten

Die DGGPP setzt sich als medizinische Fachgesellschaft nachdrücklich für eine Aufwertung und Anerkennung der Pflegeberufe ein. In den gerontopsychiatrischen Kliniken und Abteilungen in Deutschland arbeiten die Pflegespezialisten aus der Kranken- und Altenpflege erfolgreich Seite an Seite. Vor diesem Hintergrund bezieht die Fachgesellschaft eine eindeutige Position zur Neuordnung der Pflegeausbildung.

"Zur Bewältigung des demographischen Wandels, mit der dramatischen Zunahme von Demenzerkrankten brauchen wir neben den speziellen sozialpflegerischen Kompetenzen der Altenpflege die erprobte Fachkompetenz der Krankenpflege. Aus unserer Sicht werden alle - Krankenhäuser, Heime und besonders die Patienten - verlieren, wenn die generalistische Pflegeausbildung umgesetzt werden sollte", so Prof. Hans Gutzmann, DGGPP, in einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister-> mehr dazu

Stellungnahme der DGGPP gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie e.V. (DGG)
zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG) vom 27.11.2015

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Neue Pflegeausbildung gefährdet die Pflege von Demenzkranken

Deutschland hat mit dem Altenpflegeberuf schon vor Jahren einen Beruf geschaffen, der aufgrund seiner speziellen Ausbildungsinhalte hervorragend auf die Pflege von Älteren, besonders auch demenzkranker Menschen, abgestimmt ist und inzwischen weltweit von Fachleuten als vorbildlich angesehen wird. Jetzt soll der Altenpflegeberuf und mit ihm die Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderkrankenpflege nach dem Willen von Bund und Ländern abgeschafft und zu einem Beruf zusammengelegt werden. Die Politik hofft so, u.a. den Pflegeberuf attraktiver zu machen und mehr Fachpersonal zu gewinnen.

Einen Beleg für diese Hoffnung gibt es nicht. Durch gemeinsame Aktionen ist es in den letzten Jahren gelungen, die Attraktivität des Altenpflegeberufes zu steigern und mehr Auszubildende zu gewinnen. Allein in Nordrhein-Westfalen wird sich die Zahl der Altenpflegeschüler von 2012 bis 2016 auf etwa 17.300 fast verdoppeln. Kritiker befürchten jetzt, dass wegen der neuen Ausbildung weniger Auszubildende in die Altenpflege kommen und so den schon jetzt bestehenden großen Personalmangel bei den Heimen und ambulanten Diensten weiter verschärfen werden.

Bislang existierten keine genauen Zahlen zur Auswirkung der sogenannten „generalistischen Ausbildung“ auf die jetzt und in Zukunft noch mehr benötigten Altenpflegespezialisten. Die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. (DGGPP) hat mit Unterstützung der Schulen jetzt die bislang größte Befragung von rund 8.000 Altenpflegeschülern durchgeführt und zum Welt-Alzheimertag erste Ergebnisse veröffentlicht.

-> Ergebnisse der Befragung

Das Bundesinstitut für berufliche Bildung BiBB hat im Frühjahr 2015 knapp 2000 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10.Klassen unterschiedlicher Schultypen befragt und kommt zu dem Ergebnis:
Die untersuchten impliziten Annahmen, die der geplanten Reform der Pflegeberufe bezüglich einer Attraktivitätssteigerung des Berufsfelds zugrunde liegen, lassen sich auf Grundlage der vorgestellten Ergebnisse größtenteils nicht stützen.

Zur Webseite des -> BIBB und der dort hinterlegten Studienergebnisse

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Die medizinische Versorgung Demenzkranker zu verbessern hilft allen

                        D ie Versorgung von Demenzpatienten wird viel zu oft als rein pflegerisches Problem betrachtet. Dabei wird übersehen, dass ein sehr großer Anteil von demenziell erkrankten Menschen unzulänglich medizinisch behandelt wird“, so Prof. Hans Gutzmann, Präsident der deutschen Alterspsychiater DGGPP. Kaum die Hälfte der Demenzkranken werden korrekt diagnostiziert, noch weniger erhalten eine Be-handlung nach den medizinischen Standards.

-> Pressemitteilung zur neuen S3-Leitlinie Demenz

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In unserem Land gibt es immer mehr ältere Menschen, und dieser Trend wird sich in Zukunft weiter verstärken. Im Jahr 2060 gibt es rund zwanzig Prozent und damit 17 Millionen weniger Einwohner in Deutschland. Während heute 3 Erwerbstätige für einen Rentner arbeiten müssen, wird dann das Verhältnis 1 zu 1 sein. Die aktuelle Hochrechnung gibt es bei -> Destatis

Wenn Alter auch nicht gleichzusetzen ist mit Krankheit, so treten doch vermehrt bestimmte Erkrankungen auf. Einen besonderen Stellenwert haben dabei psychische Erkrankungen wie etwa Depression und Alzheimer-Krankheit. Die Gerontopsychiatrie befasst sich genau mit diesen Patienten. Die Behandlung orientiert sich dabei an den persönlichen Ressourcen der Patienten.In einer Zeit, in der überwiegend nach Kosten-Gesichtspunkten in der Gesundheitsfürsorge gehandelt wird und psychisch kranke alte Menschen von Entrechtung bedroht sind, ist es aus Sicht der DGGPP umso mehr geboten, ethische Gesichtspunkte wieder in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen. -> Ziele der DGGPP

Die DGGPP und ihre Mitglieder arbeiten intensiv auf unterschiedlichen Ebenen daran, dringend notwendige Veränderungen für psychisch kranke Ältere und deren Angehörige im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich einzufordern und - so weit möglich- umzusetzen. Um so auch die Arbeitsbedingungen für alle in der Gerontopsychiatrie Tätigen zu verbessern.

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DGGPP unterstützt Bündnis für Altenpflege

Die Bundesregierung will die Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in einen Topf werfen und zu einem einzigen neuen Pflegeberuf zusammen bringen, dagegen hat sich ein breiter Widerstand gebildet -> mehr dazu

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"Gemeinsam für Menschen mit Demenz"

Ziel der aus Anlass des Welt-Alzheimer-Tages am 21. September 2012 gestarteten Allianz ist die Weiterentwicklung von Hilfen und Unterstützung für Betroffene sowie die Förderung von Verständnis und Sensibilität f ür Demenzerkrankungen, um so gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenzuwirken.

Die DGGPP unterstütz die Arbeit der Allianz

-> mehr Informationen zur "Allianz für Menschen mit Demenz"

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Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) und die DGGPP vergeben ab dem 1.1. 2012 gemeinsam an ihre Mitglieder das Zertifikat

" DGPPN/DGGPP- Zertifikat Gerontopsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik “.

In Anbetracht der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen Notwendigkeit einer stetig zunehmenden gerontopsychiatrischen Expertise für die psychiatrisch-psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung von alten und häufig multimorbiden Patienten soll die Vergabe des Zertifikats einen Beitrag zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität leisten. -> mehr zum Zertifikat

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Als Fachgesellschaft in der Deutschlands führende GerontopsychiaterInnen und die Mehrzahl der leitenden ÄrztInnen der gerontopsychiatrischen Einrichtungen in Deutschland vereint sind, arbeitet die DGGPP intensiv daran, neue wissenschaftliche und versorgungspraktische Erkenntnisse zu gewinnen und weiterzugeben. Dies geschieht u.a. durch die

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Die Benachteiligung der Gerontopsychiatrie im Entgeltsystem beseitigen

Die Leistungen für gerontopsychiatrische Patienten bestehen meist aus sehr arbeitsintensiven psychiatrischen und zusätzlich akutmedizinisch-internistischen Maßnahmen, die so im existierenden System nicht dokumentierbar und nicht adäquat abrechenbar sind.
Das Entgeltsystem schreibt bislang die personelle Benachteiligung durch die Psych-PV aus 1990 fort. Aus Anlass der Überarbeitung der OPS durch das DIMDI fordert die DGGPP zur Korrektur auf. -> Zur Stellungnahme

Gleichzeitig wurde mit Schreiben vom 07.06.2011 der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr über die Problematik informiert
-> Schreiben der DGGPP an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 08.08.2011 geantwortet -> Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums

weiteter Stellungnahmen zum gleichen Thema finden Sie -> Stellungnahmen

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Stellungnahme: Antipsychotika bei Demenz

Bei der Behandlung von Demenzkranken gewinnt die medikamentöse Behandlung von herausfordernde Verhalten zunehmend an Beachtung, da der Einsatz von Antipsychotika besonderer Aufmerksamkeit bedarf. -> Zur Stellungnahme

Dr. Dirk K. Wolter, Vorstandsmitglied der DGGPP, befasst sich seit längerem mit der Thematik und hat dazu in der Zeitschrift für Gerontopsychologie & -psychiatrie eine Übersichtsarbeit "Risiken von Antipsychotika im Alter, speziell bei Demenzen" veröffentlicht. Auf vielfachen Wunsch finden Sie den Artikel ->hier

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Letzte Änderung am 27.09.2016 20:02
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