Kognitive Störungen und Demenz im Allgemeinkrankenhaus: Eine repräsentative epidemiologische Studie

Martina Schäufele,
Fakultät für Sozialwesen, Hochschule Mannheim

Ingrid Hendlmeier, Johannes Heßler, Horst Bickel

Ziel war es, weltweit erstmals die Häufigkeit von kognitiven Störungen bei über 65jährigen Patienten im Allgemeinkrankenhaus sowie Versorgungsdaten auf der Basis einer repräsentativen Studie zu ermitteln.

Aus den Allgemeinkrankenhäusern in Bayern und Baden-Württemberg wurde zufallsgesteuert eine festgelegte Zahl von Kliniken und Stationen ausgewählt und alle älteren Patienten einbezogen; erhoben wurden kognitiver Status und Versorgungsdaten.

Bei 40% der 1.469 untersuchten Patienten wurden kognitive Beeinträchtigungen festgestellt, davon bei 18,4% eine Demenz nach DSM IV. Bei weniger als 40 % der Betroffenen war die Demenz vorbekannt. Die häufigsten Behandlungsanlässe bei Demenzpatienten waren allgemeine Symptome (z.B. Fieber), Verletzungen und Frakturen.

Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf für eine verbesserte Demenzerkennung und Optimierung der Versorgung der Betroffenen.

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